Aspekte zur Bestimmung der Rolle der Lehrsupervisorin/des Lehrsupervisors

Astrid Hassler, 03.10.2019

Ziel der Lehrsupervision

Innerhalb einer Beratungsausbildung (Coaching/Supervision/Organisationsberatung) ist Lehrsupervision einem praktischen und reflexiven Lernsetting zuzuordnen. Die vorbereitenden Tätigkeiten für die Rollenübernahme als Beraterin/als Berater und die durchgeführten Beratungen werden in einem reflexiven und ergebnisorientierten Einzel- oder Gruppensetting bearbeitet.

Ziel der Lehrsupervision (LSV) ist es, einen vorab bestimmten Beitrag innerhalb der Ausbildung zu leisten. Damit ist eine Ergebniserwartung verbunden.

Ziel, Zweck, Funktion und Ergebniserwartung der Lehrsupervision sind einerseits bestimmt durch die Ausbildungsinstitution und andererseits durch die konzeptuelle und methodische Einbindung in das Gesamtkonzept der Ausbildung.

Funktionen der Lehrsupervision

Die Funktionen der LSV können sich beziehen auf:

  • Entwicklungsbezogene Funktionen – persönlich und professionell
  • Lernbezogene Funktionen – z.B. Umsetzung bestimmter Lerninhalte
  • Unterstützende Funktionen – entwicklungsorientiert, persönlich, professionell
  • Qualitätssichernde Funktionen – Überprüfung der Fortschritte, Kontrolle – Fürsorge und Beurteilung
  • Ethische Funktionen – Haltung, Werte, Berufsidentität, Urteilsbildung

Ergebniserwartung an die Lehrsupervision

Grundsätzlich lässt sich sagen, die LSV leistet einen Beitrag zum Gesamtergebnis der Ausbildung. Die Ergebniserwartung ist, dass eine gut ausgebildete Beraterin/ein gut ausgebildeter Berater die Ausbildung abschliesst.

Die Lern- und Reflexionsergebnisse der Lehrsupervision und damit die Ergebniserwartung gilt es zu beschreiben und zu definieren. Dies schafft einerseits Orientierung für alle beteiligten Personen und andererseits kann dadurch das Lern- und Reflexionsergebnis auch reflektiert, evaluiert, bewertet und gegebenenfalls auch verglichen werden.

Auftrag und Rolle der Lehrsupervisorin/des Lehrsupervisors

Folglich ist die Rolle der Lehrsupervisorin/des Lehrsupervisors innerhalb einer Ausbildung bestimmt durch:

  • die Ergebniserwartung und wie diese evaluiert und bewertet wird,
  • die konzeptuelle und methodische Rahmung und durch
  • die definierten Rückkoppelungsprozesse innerhalb der Ausbildungsinstitution.

Nicht zuletzt ist die Rolle der Lehrsupervisorin/des Lehrsupervisors geprägt durch die Fachperson selbst, durch ihre Berufserfahrung, durch ihren fachlichen Hintergrund und durch ihre Didaktik des Lehrens und Lernens.

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